Kapitel 1: Nachtschicht
„Ich bring euch um!", donnert es durch den Raum, als John durch die Glastür tritt. Ein kräftiger Mondelf mit Tattoos im Gesicht stürmt auf ihn zu. Mehr aus Reflex als bewusster Handlung macht er einen Ausfallschritt und zieht dem heranstürmenden Elf die Beine weg, der daraufhin mit Schwung gegen den Türrahmen knallt.
Sofort drückt ihn ein Beamter, der eben noch am Empfangsschalter gesessen hatte, nach unten und legt ihm Handschellen an.
„Hallo, John, sorry, der war etwas ungehalten."
Wirklich, im Eingangsbereich? Vor meinem vierten Kaffee?
Er hebt zur Begrüßung die Hand. „Viel los heute Abend?" Der Kollege lacht. „Jeden Tag dasselbe Paradies."
Mit einem herzhaften Gähnen steckt John die Karte in das Lesegerät. Es ist alt, surrt und startet gelegentlich neu, aber irgendwann akzeptiert das System, dass er angekommen ist. Der Tausch von Früh- auf Spätschicht ist jedes Mal eine eigene Herausforderung, wie ein Wechsel zwischen Zeitzonen.
Während er durch den Gang der Agentur schlurft, bleiben seine Augen immer wieder an großen Lettern hängen: H.U.N.T.E.R. – das Akronym, das in regelmäßigen Abständen an der Wand prangt. Viele sehen nur ein paar Buchstaben, aber für ihn ist es das Einzige, was ihn morgens noch aus dem Bett holt.
Früher hießen sie schlicht Hexguard. Das waren andere Zeiten – Hexenjäger mit Feuerkraft. Mehr Cowboy als Polizist. Nach der Zusammenlegung mit der Urban Nightwatch aus den Kriegsjahren kam das Rebranding: Hexguard, Urban Nightwatch, Tactical Enforcement and Response – kurz H.U.N.T.E.R
Der Podcast auf seinen Ohren ist mehr ein morgendliches Ritual als wirkliches Interesse. „Roe, hör zu! Ich war bei diesem Fischmädchen …" Der Host unterbricht. „Oh, wieder eine dieser Geschichten." … „Glaubst du die Hunter bekommen das Drogenproblem in den Griff?" Die rauchige Stimme lacht lang. „Die Hunter? Müssen die nicht Strafzettel verteilen und ein paar Orks belästigen? Die bringen keinen Mehrwert mehr."
Myths, an den Begriff werde ich mich nie gewöhnen. So mythisch sind die gar nicht. Aber nicht das Schlimmste, was man auf den Straßen hört.
John betritt den Umkleideraum, hängt die Jacke in den Spind und tauscht sie gegen die kugelsichere Weste. Früher hatten sie weiche, stichfeste Schutzwesten, aber es brauchte einige Tote, bis sie aussahen wie Soldaten in einem Kriegsgebiet. Das gehört wohl dazu, wenn das Aufeinandertreffen mit Vampiren, Werwölfen und dergleichen normal ist.
Er legt seine alte Uhr ab. Warum drehst du dich nicht andersrum? Alt, aber läuft – mehr ein Erinnerungsstück. Er ersetzt sie durch das vorgeschriebene Modell der Agentur, das nicht nur Vitalfunktionen, sondern auch seinen Standort überwacht.
Als Nächstes der Gürtel: Dienstwaffe, Ersatzmagazine, Taser, Tierabwehrspray. Und zuletzt die gefürchtetste Waffe im ganzen Arsenal – ein Block für Strafzettel.
Zum Schluss: den stylishen Cowboyhut und die Sonnenbrille, die dank arkaner Programmierung auch Magiespuren findet und als Nachtsichtgerät dient.
Mit dem kurzen Blick in den Spiegel schlägt er die Spindtür zu. Mal schauen, was mich heute erwartet. Der tägliche Wahnsinn, nehme ich an.
Smith steht an der „Loading Zone", Blick am Handybildschirm. „Jo, ich brauch meine Ausrüstung." Bin ich der Einzige, der hier richtig arbeitet?
Smith zuckt zusammen. „Scheiße, ich biete gerade auf Karten fürs Spiel heute Abend." Er trottet zum Gewehrschrank und holt die Tasche und Johns Waffe heraus – den sogenannten Hexenhammer, ein halbautomatisches Gewehr mit holografischem Visier, Doppelmagazin und erweitertem Kaliber. Denn kaum etwas hält einen wütenden Troll schneller auf als panzerbrechende Geschosse auf die Kniescheiben.
„Viel Glück mit den Karten." – „Das wird schon, lass dich nicht vom Wendigo beißen."
Er dreht den Zündschlüssel. Nichts. Wieder keine Regung. Schön, dass die Mechaniker ihr Handwerk ernst nehmen. Das Kabel ist locker. Er befestigt es – der Motor heult auf.
Kaum ist das System geladen, wird er von einer Flut an Aufträgen überrollt. „Als würde mir hier langweilig werden …" Wir haben 10 Hunter auf den Straßen in einer Millionenstadt. Was soll denn schiefgehen?
Der Blick wandert zum Rückspiegel. Dort hängt ein Kreuz mit eingelassenem Schutzpsalm. John flüstert: „Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück …" Bei „Stecken" lädt er die Pistole durch. Bei „Stab" das Gewehr. Er lächelt. „Dann mal los … ins finstere Tal."
Eine Vermisstenmeldung erscheint. Junge Frau, erst vor wenigen Stunden gemeldet. Sie ist frisch, es gibt Hoffnung.
Im Funk: „Alle Einheiten in Reichweite, illegale Aktivitäten am Stadtpark." – „8-23 übernimmt."
Der Stadtpark gilt eigentlich als sicher. Er parkt am Nord-Eingang. John steht am Rand des alten Amphitheaters. Steinstufen, halb von Moos überzogen. Ein Pärchen füttert zerlumpte Enten – Gestaltwandler mit Geldproblemen. Jogger ziehen ihre Runden – Vampire vielleicht.
„8-23 hier, wonach suche ich eigentlich?" – „Anrufer meldet seltsame Lichter beim Druidenstein." Jemand hat wohl einen schlechten Tag.
Es dauert einen Moment, bis er die Übeltäter entdeckt: Ein Mann in langer Robe und eine junge Frau vor einer Feuerstelle mit einem Kessel. „Na, so spät noch Kochunterricht?" Natürlich ist es Sam. Möchtegern-Großmeister mit Anfängerlizenz.
„Ich muss mich entschuldigen. Die Magische Konvergenz muss falsch gewesen sein." Er hat wie immer keine Ahnung, wovon er redet, aber er kennt extravagante Worte.
„Einmal die Ausweise, bitte." … „John, wir sind doch alte Bekannte! Ist das wirklich nötig?" – „Ja! Deinen Nachnamen merk ich mir in 100 Leben nicht."
„Sam, du weißt genau, dass du diesen Kram nicht im Stadtpark machen sollst. Was ist das hier? Illegale Magie?" – „John, beim Bart des Erzmagiers. Sie ist eine Anzuleitende, wir haben uns in Astralprojektionen geübt."
„Dann brauch ich noch deinen Ausbilderschein." Sam tastet sich ab. „Den muss ich wohl in meiner Kammer gelassen haben …" – „Du kannst zaubern, Alter. Wenn du deine Dokumente nicht in einem Dimensionsschließfach hast, hast du echt keine Ausrede."
„25 Auros Bußgeld. Unterschreib unten." Sam murrt. John tippt sich grinsend an den Hut. „Dann wünsche ich euch eine angenehme Nacht." Sam: „Danke, der Dienst der Hunter macht unsere Straßen zu einem sicheren Paradies." Trieft vor Sarkasmus.
Die Van-Helsing-Tage sind vorbei. Früher: Auftrag nehmen, Problem lösen, Bier aufs Haus. Jetzt? Strafzettel, Verwarnungen und gelegentlich ein Fall, der wirklich relevant ist.
John fährt langsam durch die dunkle Seitenstraße. Links und rechts stehen Frauen in knappen Outfits. Er hält an – eine Frau beugt sich durchs Fenster. Ihr süßlich-scharfer Parfümduft füllt den Innenraum. „Jay Jay! Ruhige Schicht?" Er leuchtet ihr in die Augen. Heute Nacht scheint sie clean zu sein.
„Ich würde gerne wissen, was es Neues gibt." – „Oh, Jay Jay, du bist so langweilig geworden. Immer nur Arbeit. Dieselben Pillen, dieselben Pulver. Also? Wie kann ich dir helfen?"
Er zeigt ihr das Foto der Vermissten. „Kennst du sie?" – „Schon mal gesehen, ja. Aber ich könnte dir nicht sagen wo." Er reicht ihr einen Schein. „Frag doch mal Seraph. Neue Mädchen kommen an ihm nicht mehr vorbei."
„Vielleicht ein anderes Mal. Du beißt." Sie lacht kehlig und gibt ihm noch einen letzten Anreiz. John grinst, schüttelt den Kopf und gibt Gas. Sie hat ihre Vorzüge. Doch Menschen sind sehr hilfsbereit und verlässliche Informanten.
Seraphs Wagen: goldene Felgen, neongrüner Lack, den selbst die Dunkelheit nicht anrührt. Du bist das leichteste Ziel in dieser Stadt. Zwei Schläger beobachten ihn sofort.
John marschiert aufs Tor zu. „Na, Mädels, arbeitet ihr noch?" Keine Reaktion. „Wird der Humor beim Biss mit ausgesaugt?" Er lässt seine Sonnenbrille nach unten rutschen. „Aber wenn du tanzen willst …"
Noch bevor es eskaliert, tritt ein kleiner grüner Kobold heraus. „Oh, fuck. Seid ihr beide Idioten?! Ihr lasst Seraph schlecht aussehen!" – „Komm her, John, Seraph hat was für dich."
Der Kobold holt eine Plastiktüte hervor. Tränenförmige Tropfen, bläulich schimmernd. „Das Zeug nennen sie Siren's Tears. Die packen sich das Zeug in die Augen, und dann geht's rund."
„Seraph ist nicht im Drogengeschäft. Das Zeug nimmt die Hemmungen weg – plötzlich sind die Zusatzleistungen kostenlos. Seraph verliert hier bares Geld. Du bist der einzige Hunter, der Leuten wie Seraph zuhört."
John dreht den Bildschirm zu ihm. „Ich untersuche einen Vermisstenfall." Seraphs Blick fällt aufs Foto. „So findest du sie nicht. Manche Angaben sind falsch. Sie ist ein Sukkubus. Warum zur Hölle führt ihr die als Elfe? … Sie war nervös. Brauchte dringend Geld. Seraph hatte Ideen."
Plötzlich wird Seraph still. Geweitete Augen. Flacher Atem. „Seraph hat's übertrieben." Die Finger krampfen, Schaum tritt an den Mundwinkeln aus. Johns Bewegungen sind routiniert. Er findet die Ko-Narc-Spritze. 21… 22 … 23 … Ein bisschen extra, weil du ein Arsch bist … Die Nadel in die Brust.
Seraph keucht auf. „O FUCK! Seraph war tot, Alter!" – „Du bist nicht der Erste, der versucht, auf meinem Beifahrersitz zu sterben. Aber jetzt sind wir bei zwei zu null." – „Seraph lässt seine Leute nach der Kleinen suchen. Alles kommt zu dir." – „Bleibt unter uns. Das ist mein Job."
Redroad. Früher bunt und laut, heute dunkel und flüsternd. Eine Arachne kommt näher – eleganter menschlicher Oberkörper, massiver Spinnenkörper. Ihre Schultern zucken nervös. „Na, Hunter … willst du Fesseltechniken austauschen?"
Er leuchtet in ihr Gesicht. Unterlaufene Augen, zitternde Lippen. „Was weißt du über Siren's Tears?" Ein Zucken. „Habs probiert. Das ballert dich weg. Wenn du was hast … dann kannst du alles haben. Alles. Ich … ich mach alles."
Für einen Moment wirkt sie klar. Dann: „Scheiß Bulle. Verpiss dich. Ich muss Kohle machen." Der Spinnenkörper schwingt die Fassade empor. Das war keine normale Junkiereaktion. Ich sollte mich wirklich mit dem Zeug beschäftigen.
Ein kleines Bistro, das er regelmäßig besucht. Die Stimmung verändert sich nicht, als er eintritt. „Kaffee schwarz …" Die Kassiererin lächelt. „Ein Baguette mit Salami, Schinken, Pute, Jalapeños und Frischkäse." – „Du kennst mich zu gut."
Sein Blick fällt auf Vermisstenfälle an der Wand. Er macht Fotos. Alle sind junge attraktive Frauen.
Er parkt, isst gemütlich und geht die Fälle durch. Alle sind in derselben Gegend verschwunden. Ein Serienmörder? Menschenhandel? Alle haben nur eins gemeinsam: Sie sehen gut aus.
— Ende der Leseprobe —
Chapter 1: Night Shift
"I'm going to kill you all!" thunders through the room as John pushes through the glass door. A stocky moon elf with face tattoos charges straight at him. More out of reflex than conscious thought, he steps sideways and sweeps the elf's legs out from under him, sending him crashing into the door frame.
Immediately, an officer who had been sitting at the reception desk presses him down and slaps on the cuffs.
"Hey, John — sorry, he was a bit wound up."
Really? In the entryway? Before my fourth coffee?
He raises his hand in greeting. "Busy tonight?" The colleague laughs. "Same paradise as always."
With a hearty yawn, John slides his card into the reader. It's old, hums to itself and occasionally reboots, but eventually accepts the card. His name blinks up: Investigator Colton, J.
As he shuffles down the hallway, his eyes keep catching the large letters mounted on the walls: H.U.N.T.E.R. — the acronym that appears at regular intervals like a mantra. Most people see only a few letters. To him, it's the only thing that still gets him out of bed in the morning.
They used to be called simply Hexguard. Different times — hex hunters with firepower. More cowboy than cop. After the merger with the Urban Nightwatch from the war years came the rebranding: Hexguard, Urban Nightwatch, Tactical Enforcement and Response — H.U.N.T.E.R. for short.
The podcast in his ears is more a morning ritual than actual interest. "Roe, listen! I was with this fish girl…" The hosts talk about myths. He half-listens.
Myths — a term I'll never get used to. They're not that mythical. But not the worst thing walking the streets either.
John steps into the locker room, hangs his jacket in the locker and swaps it for the bulletproof vest. They used to have soft, stab-proof ones — he misses those. These days the vests are padded for higher-calibre rounds, reinforced against magical impact, and weigh about as much as a small child.
He sets down his old watch. Why don't you face the other way? Old, but running — more keepsake than timepiece. He replaces it with the agency model. Tracks pulse, location, and two-way radio.
Next, the belt: service weapon, spare magazines, taser, animal deterrent spray. And last, the most feared weapon in the whole arsenal — a block of paper for fines.
Finally: the stylish cowboy hat and the sunglasses that, thanks to arcane programming, can also detect magic traces and function as night vision. He adjusts both in the mirror.
One last look, and he slaps the locker shut. Let's see what today has in store. The daily madness, I'd assume.
Smith is standing at the Loading Zone, eyes glued to his phone. "Yo, I need my gear." Am I the only one who actually takes their job seriously?
Smith startles. "Shit, I'm bidding on tickets for tonight's game." He shuffles to the gun cabinet and pulls out the bag and John's shotgun. "You're early today."
"Good luck with the tickets." — "It'll work out — don't let the Wendigo bite you."
He turns the ignition. Nothing. Again, nothing. Great, so glad the mechanics take their job seriously. The cable is loose again. He wiggles it — the engine coughs to life, the dash blinks on.
Barely has the system loaded before he's hit with a flood of call-outs. "Like I'd ever get bored around here…" We have 10 Hunters covering the whole city. Of course there's always more work than people.
His gaze drifts to the rear-view mirror. A cross with an embedded protection psalm hangs there. John whispers: "Yea, though I walk through the valley of the shadow of death…" Then, quieter: "Here we go again."
A missing-persons report appears. Young woman, filed only hours ago. She's fresh — there's hope.
Over the radio: "All units in range, illegal activity at City Park." — "8-23 responding."
City Park is generally considered safe. He parks at the north entrance. Stone steps, half-swallowed by moss and ivy. It smells like wet earth and old stone.
"8-23 here, what exactly am I looking for?" — "Caller reports strange lights at the Druid Stone." Someone's having a bad day. Or night, technically.
It takes a moment before he spots the culprits: a man in a long robe and a young woman in front of a fire pit with a cauldron. "Well, bit of a late cooking lesson?" Of course it's Sam. Wannabe Grand Master with a beginner's licence.
"I must apologise. The Magical Convergence must have been miscalculated." He has no idea what he's talking about, as usual, but he says it with full conviction.
"IDs, please." … "John, we're old acquaintances! Is this really necessary?" — "Yes! I won't remember your last name in a hundred years anyway."
"Sam, you know perfectly well you're not supposed to do this in City Park. What even is this? Illegal magic?" — "John, by the beard of the Archmage, this is a certified ritual—" — "Then I need your permit."
"Then I'll also need your instructor's licence." Sam pats himself down. "Must have left it in my chamber…" — "You can do magic but not carry your paperwork?"
"25 auros fine. Sign at the bottom." Sam grumbles. John tips his hat. "Have a pleasant evening." Sam: "Killjoy."
The Van Helsing days are over. Back then: take a job, solve the problem, beer's on the house. Now? Tickets, warnings, and occasionally talking an old wizard down from a metaphysical crisis in a park.
John cruises slowly down the dark side street. Women on either side. He pulls over — one leans through the window. Seraph's girls.
"I'd like to know what's new." — "Oh, Jay Jay, you've gotten so boring. Always just work. Same missing persons, same grumpy mug." She leans further in. "Let me offer you something better."
He shows her the photo of the missing woman. "Do you know her?" — "Seen her around, yeah. But couldn't tell you where." He hands her a card. "Keep my number if it comes back to you."
"Maybe another time. You bite." She laughs huskily. John grins, shakes his head, and pulls away.
Seraph's car: gold rims, neon-green paint that even the dark won't touch. You are the easiest target in this city. John parks and lights a cigarette.
John walks up to the gate. "Evening, ladies, still working?" No reaction. "Does the sense of humour get drained with the bite?" He lets his sunglasses scan — two vampires, one low-level.
Before it escalates, a small green kobold steps out. "Oh, fuck. Are you both idiots?! You're making Seraph look bad!" — "And who exactly is Seraph?"
The kobold produces a plastic bag. Tear-shaped drops, glimmering faintly blue. "They call this Siren's Tears. You slip it in a drink — suddenly everything feels possible. Full suppression of inhibitions."
"Seraph isn't in the drug trade. This stuff removes inhibitions — suddenly the extras are free of charge. Seraph loses here. It's not business, it's sabotage."
John turns the screen toward him. "I'm investigating a missing persons case." Seraph's gaze falls on the photo. "You won't find her that way. Some angels have a weakness for pretty things."
Then Seraph goes still. Dilated pupils. Shallow breath. "Seraph overdid it." Fingers cramping, foam at the corners of the mouth. John pulls out the antidote. "Always have to carry it."
Seraph gasps. "O FUCK! Seraph was dead, man!" — "You're not the first to try dying in my passenger seat. But now you owe me a name."
Redroad. Once colourful and loud, now dark and whispering. An arachne approaches — elegant human upper body, massive spider frame. "Hey, don't I know you?"
He shines a light in her face. Bloodshot eyes, trembling lips. "What do you know about Siren's Tears?" A twitch. "Tried it. Absolutely rocks you. Everything feels good." She laughs softly.
For a moment she seems lucid. Then: "Piss off, cop. I've got money to make." The spider body swings her up the facade. She'll come to me eventually. They always do.
A small bistro he visits regularly. The atmosphere doesn't shift when he walks in. "Coffee, black…" The cashier smiles. "A baguette with salami, ham, turkey, jalapeños and cream cheese." — "You know me too well."
His eye catches the missing-persons cases on the wall. He takes photos. All young, attractive women.
He parks, eats at his leisure, and works through the cases. All disappeared in the same area. A serial killer? Trafficking? They all have one thing in common: they're attractive.
— End of Sample —